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Das Team in Chemnitz

in Rothenburg (bei Görlitz), Nov. 2005

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Wir haben derzeit keine regelmäßigen Sitzungen. Wenn du Interesse an der JEF hast und dich gern engagieren möchtest, schreibe einfach eine Mail an hsg.chemnitz@jef-sachsen.de 

oder schau bei Facebook unter JEF Sachsen.

 

Die Europawoche vom 09.-13.Mai

Am 9. Mai 1950 entwarf Frankreichs Außenminister Robert einen Plan für die Gründung einer europäischen Produktionsgemeinschaft für Kohle und Stahl, die in der Montanunion mündete. Ohne diesen Grundstein würden wir heute nicht so leben wie wir leben – in einem vereinten Europa.

Die Hochschulgruppe der JEF in Chemnitz und die Initiative Europastudien (I'ES) haben eine Woche Europa in den Mittelpunkt gestellt. 

Montag ging es dem dem Botschafter a.D. Christian Falkowski los. Er sprach von der EU als eine Insel der Glückseeligkeit, die es auszubauen und zu bewahren gilt. Er mahnte v.a. eine energiepolitische Weiterentwicklung an, denn in diesem Feld hat sich die Union seit der Gründung sogar zurück entwickelt. Er kritisierte auch die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Catherine Ashton, die ihr Amt nur ungenügend ausfüllt. Falkowski erzählte sein Sicht der EU und konnte immer eine Anektode aus seiner Arbeit der Europäischen Kommission hinzufügen. Die fast 40 Teilnehmern lauschten seinen Ausführungen und diskutierten angeregt mit ihm.


Dienstag und Mittwoch konnten die Studierenden ihr Wissen bei der Geo Challenge auf dem Mensavorplatz testen. Ein Einzelner erzielte den Highscore von über 700 Punkten und traf damit jede Stadt auf den Punkt genau!
Mittwoch war im Foyer des Neuen Hörsaalgebäudes der TU Chemnitz rund 30 Initiativen, Stiftungen und Einrichtungen zu einer europäischen Kontaktmesse versammelt. Hier konnten Interessierte erfahren, welche Möglichkeiten es gibt ins Ausland zu gehen oder sich vor Ort zu engagieren. Parallel dazu liefen im Club der Kulturen Veranstaltungen wie ein Interkulturelles Training und ein Speeddating mit bereits in Europa verreisten statt. Frank Burgdörfer hielt einen Vortrag über Freiwilligenarbeit in Europa.


Den Schluspunkt setzte der Börsenverein Chemnitz/Mittweida am Donnerstag mit einem Vortrag über die EU und das Geld. Der Referent sprach sich für eine europäische Wirtschaftsregierung aus und lehnte den "Haircut" für die überschuldeten Staaten ab, da dies verherende Folgen für das restliche Europa haben könnte. In einer wirklich sehr angeregten Diskussion wurde Pro und Contra des Euro und der Umgang mit den verschuldeten europäischen Staaten debatiert.

Täglich gab es zudem in der Mensa ein europäisches Essen.

Wir danken allen Helfern und vor allem dem Organisationsteam! Es war eine tolle Woche und wir konnten viele Studierende erreichen!

 

Die Europawoche in der Presse

Ungarns EU-Ratspräsidentschaft

An was denkt ihr, wenn ihr Ungarn hört? Vielleicht an die europäische Kulturhauptstadt 2010 Pécs? In der Presse allerdings finden sich seit Anfang des Jahres unzählige Berichte über Ungarns neues Mediengesetzt, doch Ungarn hat auch am 01.01.2011 die EU-Ratspräsidentschaft von Belgien übernommen. Am 14. April war die ungarische Botschaftssekretärin für Europafragen Frau Zsuzsa Vincze zu Gast bei der JEF in Chemnitz. Wir wollten wissen, was Ungarn in seiner Amtszeit schon alles geschafft hat und was noch vor ihnen liegt.
Die Hauptpunkte, die z.T. spontan auf der Tagesordnung erschienen, waren die Erweiterung, Währungsunion, Energiepolitik, die Jasminrevolution und die Romapolitik der EU. Frau Vincze merkte an, dass Ungarn die Ratspräsidentschaft nicht so publik ausführt, sondern eher still. Dafür haben sie einige Einigungen erreicht, die zwar wenig "sexy" sind, aber über die zwischen den Mitgleidstaaten schon mehrere Jahre gestritten wird, wie z.B. über ein einheitliches EU-Patent oder über eine Einigung zum Umgang mit alten Elektrogeräten.


Die Roma Rahmenstrategie ist noch eines der Dinge, welche Ungarn noch bis Ende Juni abarbeiten möchte. Ziel der Rahmenstrategie ist es, die sozialen Probleme durch effiziente Projekte für Behausung und Arbeit zu verbessern, um so den Lebensstandard zu erhöhen. Dadurch sollen die Roma in die Mitte der Gesellschaft rücken.Auch wird eine "Donau-Strategie" angestrebt, die eine makroregionale Zusammenarbeit nach dem Vorbild des Ostseeraums verwirklicht.
Außerdem hat Ungarn weiter an der Entschärfung der Finanzkrise gearbeitet, welches wohl auch noch Aufgabe künftiger Ratspräsidentschaften werden wird. Aber wie Frau Vincze sagte "man braucht manchmal die Krisen, damit sich Europa entwickelt."


Das Team in Chemnitz



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